mysabbatical

Mein Freijahr

irdisches, herbst

das element erde und seine vielfältigen erscheinungsformen auf diesem planeten sind räume zur entfaltung des lebens.

unterschiedliche räume behergbergen unterschiedliche vegetationsformen und unterschiedliche entfaltungsmöglichkeiten für tierisches und menschliches leben.

hier gibt es vor allem bilder aus einem sehr kleinen lebensraum in mitteleuropa und seiner veränderung im laufe der jahreszeiten.

vegetationszone vorgarten

vegetationszone vorgarten

ich lebe mit meiner familie in österreich: in dem kleinen dorf niederfellabrunn,  im niederösterreicheischen weinviertel, desssen landschaft von ackerbau geprägt ist. wie die meisten menschen hier haben auch wir verschiedene gartenbereiche.mein vorgarten gegenüber dem haus ist ideal bepflanzt: ich mag die pflegeleichtigkeit der rosen und ihre blühfreudigkeit von mai bis november. sie dominiern diesen bereich mit ihren zwei rosatönen. lavendel, ringelblumen und dunkelgelbe sommerblumen machen daraus eine unkompliziert bunte farb- und blüteninsel.

original olivgrün

original olivgrün

auf  der griechischen insel zakynthos gibt es viel grün. olivenhaine wie diesen da, wein, pinien, quitten, orangen und viele viele andere pflanzen, besonderes dufterlebnis: zitronenthymian(würzig-frisch-betörend) in der gebirgigen gegend. olivenbäume tragen erst früchte, wenn sie über dreissig jahre alt sind, sie können tausende(!) jahre alt werden und sind lebenskraft pur. der älteste olivenbaum, den wir dort gesehen haben, wird auf 2.500 jahre geschätzt, er ist riesengroß und trägt reichlich früchte. hinter ihm entspringen 33 quellen – ein wahrlich heiliger baum.  die geschichte dazu stammt von unserem reiseführer, einem deutschen, der seit 10 jahren auf zakynthos lebt und selbst besitzer von olivenbäumen ist:

heiliger olivenbaum

heiliger olivenbaum

“ im 15. jahrhundert herrschte wassermangel  in diesem gebiet. da erschien dem dorfpriester eine gestalt im traum, die  dem priester sagte, er solle 33 brunnen graben, die würden sich mit wasser füllen.  der priester und die leute der  gemeinde fingen an zu graben, doch als nach dem zehnten brunnen immer noch kein wasser floss,  verloren die leute ihr vertrauen in die vision des priesters. der aber grub alleine weiter, tag für tag, meter um meter. da begannen die leute , ihm wieder zu helfen. und  sie gruben tatsächlich 33 brunnen aus.  als der 33 brunnen geegraben war, füllten sich alle mit wasser. die gestalt, die dem priester erschienen war, war niemand anderer als jesus gewesen, der in seinem 33. jahr aus dieser welt geschieden war. eine schöne geschichte, geologen erklären das phänomen der 33 quellen mit den gesteinsschichten in dieser gegend.

strand mit schiffswrack

strand mit schiffswrack

der schönste strand der insel zakynthos – weißer kiesstrand  und türkisfarbenes meer, erreichbar nur vom meer aus. die felsen dahinter und darüber sind sehr brüchiges gestein, auf dem man eine zeit lang entlangwandern kann, doch irgendwann endet der bloß ausgetretene, aber nicht gesicherte weg.  da machen alle, die eine kamera mit haben, noch ein paar fotos, um ein bisschen vom zauber, den dieser ort hat, zu konservieren, mit nach hause zu nehmen. deshalb habe ich auch  einen großen weißen, olivenförmigen stein von dort mitgenommen, direkt vom strand , als wir bei einer bootsfahrt dort schwimmen waren.  das frische grün der büsche, die direkt auf den weißen felsen wachsen, ist gemeinsam mit den farben des meeres die reinste farbtherapie. medizin sozusagen – und  medizin ist angeblich ein indianisches wort, das nichts anderes als “ kraft“ heißt.

in der mitte der 3. woche sind wir wieder zu hause und finden geerntete

enthüllungen

enthüllungen

schalotten vor. mein vater hat das gemacht, so wie auch alle vorhergehenden arbeiten in unserem kleinen gemüsegarten.  mir bleibt jetzt nur noch das entfernen der äußerren, erdigen schale sobald die schalotten etwas übertrocknet sind. es sind die besten aller zwiebeln, denn sie halten sich – bei genügend vorrat- bis zur nächstjährigen zwiebelente.

gertrude jekyll, her majesty herself

gertrude jekyll, her majesty herself

wenn auch in der 4. woche das wetter nicht mehr sommerlich  ist, sind die herbstrosen dennoch wunderschön. diese englische rose heißt gertrude jekyll.  na ja. aber   duften kann die!  schade, dass sich dieser duft nicht durch ein klicken auf das foto entfalten kann.  olfaktorische  sinneswahrnehmungen landen quasi direkt im gehirn  und lösen da gleich eine fülle von erinnerungen aus , deshalb eignen sich rosen für mich perfekt, um von jetzt auf sofort in einen zustand des absoluten wohlbefindens zu gelangen. unbeschreiblich und unvergleichlich.  “ a rose is a rose is a rose …“

der sommer ist zurück! vollmondeinfluss herrscht anfang der 5.woche auch

zahm gewordene heckenschere

zahm gewordene heckenschere

noch, daher werden die hecken geschnitten, die in zukunft nicht so stark wachsen sollen. die arbeit mit der heckenschere ersetzt locker ein  schultergürteltraining im fitnessstudio. ich genieße es und bin nach ein paar stunden sowas von müde.   gut, dass der liegestuhl nicht weit weg steht.

erntedank

erntedank

kalt!! schon täglich heizen wir den kachelofen. warm angezogen ernte ich die letzten sorten gemüse im garten und verkoche sie voll  dankbarkeit und freude zu kürbiscremesuppe und  quiche lorraine mit paradeissalat.  so wird einfaches zur luxusmahlzeit.  alles nur eine frage der wahrnehmung.  und ich nehme diese erntezeit ganz bewusst wahr, erlebe ich doch  ein ganzes „erntejahr“ …

diese woche beobachte

in vorfreude auf  die bilder der impressionisten

in vorfreude auf die bilder der impressionisten

ich die natur in der kunst.  die ausstellung über die impressionisten in der wiener albertina beeindrucken  mich und meine freundin sissi sehr  – nicht nur weil wir hier ein original sehen, neben dessen bilddruckversion wir gemeinsam 1 jahr im gymnasium gesessen sind.    licht, jahreszeit und wetter bestimmen die landschaftsbilder .  wunderschöne beispiele für die seite „himmlisches“ …der zauber einiger bilder wirkt nach …   klaus albrecht schröder, der aktuelle direktor der albertina,  hat seinen  erklärungsansatz dazu: “ nie wieder hat das, was das auge sieht und das herz empfindet, zu einem so symbiotischen gebilde geführt. das löst eine ganz eigene sehnsucht aus, und manchmal – vielleicht im urlaub, vielleicht bei einem sonnenuntergang – haben wir das gefühl, dass wir eins sind mit der natur. impressionisten erzählen uns von dieser utopie. das ist keine falsche idylle, sondern ein anspruch, den wir uns immer wieder vorsagen müssen, auch wenn wir ihn nicht erfüllen können.“ (kurier vom 11.9.2009)

ich schätze, k.a. schröder legt keine sonnenblumenkerne in irgendeine erde um deren  entwicklung zu sonnenblumen zu beobachten, wahrscheinlich liegt er auch selten in einer ganz natürlichen wiese so wie in der, die albrecht dürer damals so berührt hat, dass er ein akribisch genaue gemaltes abbild davon schaffen wollte.  könnte gut sein, dass er ein stadtmensch ist.  ich bin ein landmensch und erlebe den luxus, hinter meinem haus nur mehr natur – in verschiedenen graden der gebändigtkeit – zu sehen und oben erwähnter anspruch ist ein integraler teil meines lebens.

der schönbrunner schlosspark, den ich mit dana aus polen besuche, ist ein gesamtkunstwerk aus  gebändigter, durchgestalteter  natur.  ein teil der grünen „wiener lunge“und gleichzeitig unesco weltkulturerbe.

den dritten kulturtag in dieser woche verbringe ich mit meinem mann.  auch hier gibt es einen starken, ganz anderen natur-und bodenbezug.  die nö landesausstellung über österreich und tschechien  unter dem motto „geteilt / getrennt / vereint“  findet  in beiden ländern statt.  in raabs sehe ich ein emailschild , da steht  „ortsbauernführer“,  „reichsnährstand“ und  im zentrum des schildes  „blut und boden“ über eichenlaub und hakenkreuz.  mir kommen die tränen, wenn ich mir vorstelle, wie oft der boden  schon –  viel zu viele gebiete  des bodens auf dieser erde  –   mit blut getränkt worden ist.

woche 8, KW 44/09

wiener zentralfriedhof

das führt  direkt zum thema tod.  der wiener zentralfriedhof ist ein geschichtliches archiv,  die gräber sind dort die datenträger. ein fall für die vierten klassen im  unterricht geschichte/politische bildung…

der erste schnee!

woche 9, KW 45/09

erster schnee, karnabrunner wald

nur für einen tag.  sonst ist die woche windig und feucht. laufen gehen wird da zur möglichkeit, disziplin zu beweisen. an diesem dienstag jedenfalls wird es ein ausgiebiger waldspaziergang mit anna, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe.

flamenco

flamenco – feurig, theatralisch, selbstinszenierung, show.  ich merke, mir fehlt der auftritt in der klasse, flamenco könnte eine lustige alternative sein. ehe wir in einen kurs hineinschnuppern, schauen wir uns eine flamencoshow an.  das schaut gar nicht lustig aus (so wie in happy-go-lucky), sondern viel-geübt und schwierig!

naomi feil

beim 4. wiener alzheimertag in wien bekommt naomi feil für ihr lebenswerk (die von ihr entwickelte kommunikationstechnik der validation) den alois-alzheimerpreis 2009. viele von alzheimer betroffene ziehen daraus für ihr tägliches leben einen großen nutzen – sowohl angehörige als auch patienten.  und – hat man erst einmal ein wenig in die validation hineingeschnuppert- merkt man, validation ist etwas für alle menschen, nämlich im sinne von ernst-nehmen und annehmen des menschen, der mir gerade gegenüber steht.

auch im freijahr:claudia und karoline

ich bin hinter der kamera: zu dritt  sind wir, selber matura-  jahrgang, selbe klasse. gleicher beruf: lehrerinnen verschiedener richtung. und alle drei zelebrieren wir in dieser 12. woche  unseres freijahrs  gemeinsam das selbige. claudia aus stockerau lädt zu ihr zum brunch ein. obwohl wir uns nicht viel gesehen haben in den letzten jahren unterhalten wir uns blendend und lassen dabei die zeit verfliegen… damit sie sich im genießen vermehrt.

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