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Mein Freijahr

Archiv für gesundheit

alzheimer

mangel an wohlbefinden und krankheit anstelle von wohlbefinden und gesundheit  – auch bei der alzheimer-demenz

zu den für mich am besten nachvollziehbaren aussagen zu dieser krankheit zählt die von rosina sonnenschmidt. sie bezeichnet alzheimer, ebenso wie parkinson etc.  in ihrem buch „exkarnation, der große wandel“ als erste phase des sterbens .  faszinierende aussage: alzheimerkranke können total zufrieden sein, sobald sie all das an verantwortung, das sie schon lange abgeben wollten, endlich abgegeben haben und den versorgungsgrad erreicht haben, den sie sich wünschen. zu dieser folgerung kommt sie über gespräche mit alzheimerkranken auf einer kommunikationsebene, auf der die sie als ausgebildetes medium  kommunizieren kann. diese aussage deckt sich mit meinen beobachtungen im krankheitsverlauf meiner mutter und bestätigt diese über eine andere art der wahrnehmung.

was auch immer hinter alzheimer steckt, wichtig im täglichen leben ist der umgang mit den erkrankten, die oft verhaltensweisen an den tag legen, die für die pflegenden sehr fordernd sind.

in diesem zusammenhang bin ich sehr froh darüber, dass  naomi feil, die eine kommunikationsstrategie für pflegende im umgang mit alzheimerkranken entwickelt hat, beim alzheimertag 2009 im wiener rathaus den alois alzheimer-preis für ihr lebenswerk bekommen hat.

denn was auch immer der grund für eine alzheimererkrankung eines menschen sein mag, ein wertschätzender umgang und das ermöglichen vieler guter augenblicke für alle beteiligten ist das ziel.

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freijahrsgesundheit

in diesem freijahr bin ich forschungsobjekt und forscherin gleichzeitig.  hier stellt sich die frage: trägt ein freijahr zu mehr wohlbefinden und einer besseren gesundheit bei?

meiner meinung nach sollte das unter optimalen voraussetzungen so sein.

optimale voraussetzungen sind für mich: ein naturgemäßes leben, ausgewogenheit zwischen tun und nichts-tun, kein stress, auch kein psycho-sozialer und eine haltung der dankbarkeit verbunden mit einer fähigkeit zu genießen.

wie kann ich den status meiner gesundheit selber einschätzen?

erstens durch ein subjektives wahrnehmen der täglichen befindlichkeit,   festgemacht an der frage:  wie gerne stehe ich morgens auf?  bin ich ausgeschlafener, fröhlicher, tatendurstiger als währende eines arbeitsjahres?  wie zufrieden gehe ich abends schlafen?

durch ein wöchentliches reflektieren über die erlebten, getanen und ungetanen dinge, über das, was geschehen und mir zugefallen ist, über begegnungen, die wesentlich waren. wenn da ausgewogenheit herrscht – in den großen und in den kleinen zielen – , dann war es eine gute woche, die es wert war , auf ihre weise gelebt zu werden.  im ausmaß der zufriedenheit und dankbarkeit, die sich in mir breit machen, kann ich das  subjektiv vergeichen mit den langjährigen empfindungen, die ich üblicherweise  um diese jahreszeit herum hatte.

wie definiert sich für mich ein „naturgemäßes leben“?

kann ich entsprechend meines eigenen biorhytmus aufstehen, pausen machen, aktiv sein? kann ich die zeit, die ich in der natur verbringe auch mit tätigkeiten verknüpfen, die mich den jahreszeitenrhytmus spüren lassen?  bis jetzt – mitte oktober 2009 – ist die bilanz mehr als positiv. seit mehr als einem jahrzehnt habe ich nicht mehr so naturverbunden gelebt, die entsprechenden arbeiten im garten gemacht, obst und gemüse geerntet und verwertet. erstmals in mienem leben habe ich birnen gedörrt, sie  sind ein gustatorisches beweisstück für meinen  zeitluxus auch  dieser hinsicht.

lässt sich ein veränderter gesundheitstatus objektiv messen?

ich hoffe ja.

ich bemerke, wie sich die gastritis vom sommer noch im juli verabschiedet hat und wie es meinem  magen jetzt vollkommen gut geht. weder kaffee noch wein stören. ich und mein magen können diese substanzen derzeit viel besser genießen als sonst. im enegiekörper ist in diesem bereich kein schwarzes loch mehr, er ist schön geschlossen und strahlt. klingt ziemlich subjektiv. zumindest mein gestiegener kaffeekonsum ist objektiv feststellbar…

wie wird das hormonsystem reagieren? was tun schilddrüse und nebenschilddrüse?  werden sich der cholesterinwert und meine knochendichte im laufe dieses jahres verändern ? eine blutuntersuchung nächsten sommer wird vergleichswerte zu denen der letzten drei sommer bringen.

in bezug auf meine linke hüfte muss ich feststellen, dass sie seit einiger zeit wieder leichte beschwerden macht, sich anders anfühlt als die rechte.  irgendwie scheint das gelenk nicht richtig zu sitzen oder vielleicht meldet sich eine bandscheibe auf diese weise zu wort?  seit einigen jahren habe ich immer wieder mal beschwerden in diesem bereich, da dürfte weniger schulstress nichts bringen, der grund hierfür muss ein anderer sein. warum soll ein freijahr alle probleme lösen können? es ist gut, dass es das nicht kann, denn sonst wäre die berufliche tätigkeit nicht die richtige gewesen.

und schließlich: wird die kritischer-blick-falte zwischen den augenbrauen wieder schwächer werden?   wer viel zeit hat, kann viele fragen stellen.  warum nicht? 14 monate ohne ständiges korrigieren von schülerinnenarbeiten könnten doch wirklich entspannung in diesem bereich bringen.  ja, okay,  da gibt es dann im juni 2010  ein vergleichsfoto…